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Gefäßmedizin

Zusammenarbeit rund um die Gefäße

Gefäßchirurgie, Angiologie und Radiologie stellen die Grundpfeiler der Gefäßmedizin dar. Da jedoch jedes Organ im Körper von Blutgefäßen versorgt werden muss, verursachen Erkrankungen der Gefäße stets auch Erkrankungen der betroffenen Organe. Dies erfordert eine enge Zusammenarbeit vieler verschiedener Fachdisziplinen, in denen es ebenfalls Spezialisierungen im Bereich der Gefäßmedizin gab. Nicht immer sind die Abgrenzungen klar, häufig gibt es – oft regional unterschiedlich – Überschneidungen. Mit allen genannten Fachdisziplinen besteht im Rahmen unseres Gefäßzentrums eine enge Zusammenarbeit zur Optimierung von Diagnostik, Therapie und Weiterbehandlung.

Gefäßchirurgie
Ausgehend von den Pionieren der Gefäßchirurgie, Alexis Carell und Ernst Jeger, entwickelte sich die Gefäßchirurgie innerhalb der Chirurgie zu einer eigenständigen Fachrichtung. Anfangs wurden ausschließlich offen chirurgische, später auch endovaskuläre Gefäßbehandlungen durchgeführt.

Angiologie
Innerhalb der Inneren Medizin hat sich die Angiologie als Fachrichtung entwickelt, die sich mit der Behandlung von arteriellen und venösen Gefäßerkrankungen beschäftigt. Neben klinischer und apparativer Gefäßdiagnostik, insbesondere Ultraschallverfahren, steht die konservative (= ohne operativen Eingriff) Gefäßbehandlung im Vordergrund. Es werden aber auch ebenso wie in der Gefäßchirurgie endovaskuläre Behandlungsverfahren angewendet.

Radiologie
Innerhalb der Radiologie wurde schon früh die Angiographie, die Röntgendarstellung von Arterien und Venen mit Kontrastmittel, entwickelt. Heutzutage wird diese Technik fast ausschließlich als digitale Subtraktionsangiographie mit elektronischen Bildverstärkersystemen durchgeführt. Ergänzt wird dieses Verfahren durch die Computertomographie (CT) und die Magnetresonanztomographie (MRT), mit denen 2-dimensionale Schnittbilder des Körpers hergestellt und durch Computerverfahren auch 3-dimensionale Darstellungen erzeugt werden können.
Eine weitere Spezialisierung innerhalb der Radiologie stellt die interventionelle Radiologie dar, bei der der Radiologe im Rahmen der bildgebenden Diagnostik minimal invasive Eingriffe durchführt. Die endovaskulären, auch als interventionell bezeichneten Gefäßeingriffe sind hierbei ein Teil des gesamten minimal-invasiven Behandlungsspektrums der Radiologie.

Phlebologie

Die Phlebologie ist die Wissenschaft von den Venen. Sowohl Internisten/Angiologen als auch Chirurgen/Gefäßchirurgen können die Schwerpunktbezeichnung "Phlebologie" als Ausdruck einer Spezialisierung auf die Behandlung von Venenerkrankungen erwerben.

Diabetologie
Zahlreiche Patienten mit Erkrankungen der Beinarterien leiden am Diabetes mellitus. Die hier auftretenden Durchblutungsstörungen der Füße in Verbindung mit weiteren, durch den Diabetes verursachten Störungen haben den Begriff des "Diabetischen Fußsyndroms" geprägt. Hier ist eine enge Zusammenarbeit mit der Diabetologie erforderlich.

Kardiologie
Die Kardiologie ist eine Fachrichtung der Inneren Medizin, die sich mit dem Herz und seinen Erkrankungen beschäftigt. Traditionell führen Kardiologen die angiographische Röntgendiagnostik und endovaskuläre Interventionen am Herz und den Herzkranzgefäßen in der Regel selbst durch. Da alle mit Hilfe von Kathetern durchgeführten endovaskulären Techniken sehr eng miteinander verwandt sind, führen einige Kardiologen auch endovaskuläre Behandlungen an Gefäßen abseits des Herzens durch.
Arterielle und venöse Embolien, die zu einer Verschleppung von Blutgerinnseln im Gefäßsystem führen, können ihren Ursprung im Herz haben oder zu einer Verlegung der Blutstrombahn in der Lunge mit einer Überlastung des Herzens führen. Auch leiden Patienten mit arteriellen Durchblutungsstörungen durch die Arteriosklerose (Gefäßverkalkung) überdurchschnittlich häufig an Verengungen der Herzkranzgefäße. In all diesen Fällen ist die Kardiologie in die Gefäßbehandlung mit einbezogen.

Neurologie/Orthopädie/Neurochirurgie

Durchblutungsstörungen des Gehirns durch Erkrankungen der gehirnversorgenden Arterien am Hals führen zu Symptomen, die in das Fachgebiet der Neurologie fallen. Durchblutungsstörungen der Arme und Beine gehen manchmal mit Symptomen einher, die denen von zentralnervösen Störungen oder Störungen der Nerven des Rückenmarks oder der peripheren Nerven ähneln. Teilweise können knöcherne Einengungen hierfür die Ursache sein. Neben der Neurologie sind hier oftmals auch die Orthopädie und die Neurochirurgie in die Behandlung mit einbezogen.

Lymphologie
Lymphgefäße sind wichtige Transportbahnen des Körpers. Erkrankungen der Lymphgefäße sind das Spezialgebiet der Lymphologie. In ausgewählten Fällen kann der Lymphtransport durch eine gefäßchirurgische Operation verbessert werden, überwiegend werden Lymphgefäßerkrankungen aber konservativ behandelt. Da die Schwellung ein wesentliches Symptom der Lymphgefäßerkrankungen ist, muss in der Regel auch eine diagnostische Abklärung des Venensystems erfolgen.

Rehabilitationsmedizin
Eine große Zahl von Patienten benötigt nach einem Gefäßeingriff eine weitere Nachbehandlung, um wieder beruflich tätig sein zu können oder um von Pflege und fremder Hilfe im täglichen Leben wieder möglichst unabhängig zu werden. Dies leistet die Rehabilitationsmedizin.

Anästhesiologie
Selbstverständlich darf bei der Nennung aller fachlichen Zusammenarbeiten die Anästhesiologie nicht unerwähnt bleiben. Alle operativen Eingriffe wären ohne die Teil- oder Vollnarkose, die dem Patienten Schmerzfreiheit garantiert, nicht möglich. Darüber hinaus ist die in unserem Hause von der Klinik für Anästhesiologie geführte operative Intensivmedizin unverzichtbarer Bestandteil aller größerer gefäßchirurgischer Operationen. Die in die Anästhesiologie intergrierte spezielle Schmerztherapie bedeutet in besonderen Fällen eine wertvolle therapeutische Ergänzung der Gefäßtherapie.

Sonstige
Durchblutungsstörungen der Verdauungsorgane führen zu Beschwerden und Krankheitsbildern, die auch in das Fachgebiet der Gastroenterologie, einer Spezialisierung der Inneren Medizin, und der Viszeralchirurgie gehören.
Durchblutungsstörungen der Nieren führen zu Bluthochdruck und Nierenversagen. Hier sind Allgemeinmedizin, Kardiologie und Nephrologie betroffen.
Neben den bereits genannten Fachrichtungen bestehen auch auf den Gebieten der Unfallchirurgie, Gynäkologie und Geburtshilfe, Urologie und Onkologie Berührungspunkte mit der Gefäßmedizin.

Klinik für Gefäßchirurgie
Hegau-Bodensee-Klinikum Singen

Virchowstr. 10
78224 Singen

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Sekretariat Frau Kehrer
Tel: 07731/89-2303
Fax: 07731/89-2345
E-Mail

Sprechstunden Singen
Anmeldung Mo. bis Fr.
7:30 - 16:00 Uhr
(Sekretariat Chir. Zentrum)
Tel: 07731/89-2300

Gefäßchir. Sprechstunde
Di. 10:00 - 14:30 Uhr
Mi. 10:00 - 13:30 Uhr

Ultraschall-Sprechstunde
Mo.  13:30 - 14:30 Uhr
Mi.   13:30 - 14:30 Uhr
Fr.   13:30 - 14:30 Uhr

Chefarzt-Sprechstunde
Mi.  ab 15:00 Uhr
Do. ab 15:00 Uhr

Angiologische Sprechstunde
Vorstellung bei einem  Angiologen der Hochrhein-
Eggberg-Klinik Bad Säckingen
(in Singen)
jeden 2. Dienstag, 14:00 Uhr

Ambulanz
Dringende Vorstellungen,
Wundkontrolle und -behandlung
täglich 11:00 Uhr

Ambulanz Notfälle
24h täglich
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Hegau-Bodensee-Klinikum Radolfzell
Anmeldung zur Sprechstunde Mo. - Fr. 7:30 - 16:00 Uhr (Sekretariat der Ambulanz)
Tel: 07732/88-603

Gefäßchir. Sprechstunde
Do. 14:00 Uhr

Diabetol.-gefäßchir. Visite
Mo. 7:30 Uhr /  Do. 7:30 Uhr
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Hochrhein-Eggberg-Klinik
Bad Säckingen

Anmeldung zur Sprechstunde Mo. - Fr.  7:30 - 16:00 Uhr (Sekretariat der Ambulanz)
Tel: 07761/558-365

Gefäßchir. Sprechstunde
jeden 2. Montag, 14:00 Uhr
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In besonderen Fällen sind Terminvereinbarungen auch außerhalb der Sprechstunden möglich. Für Notfälle - auch ohne Vorankündigung - steht
in Singen im Rahmen des Ruf- und Bereitschaftsdienstes täglich rund um die Uhr ein Facharzt  für Gefäßchirurgie
zur Verfügung.

Notfall-Kontakte
Im Notfall erreichen Sie uns rund um die Uhr unter den folgenden Telefonnummern

Innerhalb der Dienstzeit
Tel: 07731/89-2300
Tel: 07731/89-2303

Außerhalb der Dienstzeit
Tel: 07731/89-2450
Tel: 07731/89-0
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