In der närrischen Zeit geht es oft feucht fröhlich her. Vor allem feucht mögen es aber auch Viren und Bakterien, sodass mancher Narr nach der Fastnacht mit einer Erkältung oder Grippe im Bett liegt.
Wie kann man sich dagegen schützen?
Der Verlauf eines grippalen Infekts hängt stark vom Zustand des Immunsystems ab. Dieses kann man vor den närrischen Tagen aktivieren durch:
- Viel Sport an der frischen Luft, egal bei welchem Wetter.
- Positives Denken (Think pink).
- Tipps vom Pfarrer Kneipp, z.B. jeden Morgen die Arme unter kaltes Wasser halten.
- Und wer dran glaubt: Einnahme von Echinacin Präparaten zur Stärkung des Immunsystems.
Wenn man zum Fastnachts-Höhepunkt bei kaltem, feuchten Wetter von Kneipe zu Kneipe zieht, sollte man Funktionswäsche tragen, damit man trotz Schwitzens immer eine trockene Haut behält.
Was die Kostümierung betrifft, so eignen sich angesichts der Schweinegrippe vor allem Verkleidungen als Chirurg oder als OP-Schwester mit Mundschutz und Latexhand-schuhen. Auch eine Pestmaske aus Venedig (die mit der langen Nase) wäre eine gute Alternative.
Bei alkoholischen Getränken empfiehlt es sich, bei nur einem Getränk zu bleiben, also den ganzen Abend entweder nur Bier oder nur Wein zu trinken. Der Kater am Morgen danach wird sich um so stärker bemerkbar machen, je mehr man vorher durcheinander getrunken hat.
Und wenn wir schon beim Kater sind: viele Menschen greifen in dieser Situation trotz Restalkohols gern zu einer Aspirin Tablette, um die Kopfschmerzen los zu werden. Genau das ist aber falsch, da Alkohol das Blut verdünnt und Aspirin eine eventuelle Blutung noch verstärkt, sollte man einmal mit seinem Schwips an einem Laternenpfahl gelandet sein.
Mein Tipp daher: vom schmotzigen Dunschtig bis zum Aschermittwoch Urlaub nehmen, morgens ausschlafen, den Kopf mit einem Kamillendampfbad wieder frei kriegen und sich nach einem langen Spaziergang wieder in das närrische Treiben stürzen.

Dieter Lünstroth, Leitender Apotheker
Apotheke am HBK Singen