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Was Ihr Bewegungsapparat für Ihre Gesundheit bedeutet

Haben Sie sich schon einmal gefragt, welches Gewicht Ihren Muskeln, Knochen und Gelenken zukommt? Alle drei bilden den Bewegungsapparat und sollten zusammen mehr als die Hälfte, nämlich 65 Prozent Ihres Körpergewichts ausmachen.

Die Skelettmuskulatur allein ist unser schwerstes Organ und unterliegt als einziges unserem Willen. Sie richtet uns auf, bewegt unsere Gelenke, ermöglicht Fortbewegung - kraftvoll, schnell und ausdauernd. Herz, Lunge, Blutgefäße und Nerven arbeiten ihr zu.
Nur eine funktionelle Beanspruchung der Muskulatur kann unseren Bewegungsapparat und die daran gekoppelten Organsysteme gesund und vital erhalten.

Wir, die Generation „Computer“, haben dank fortgeschrittener Technik und Automatisierung so viele Bewegungsmöglichkeiten im beruflichen und privaten Alltag verloren, dass biologische Mindestanforderungen zum Erhalt unseres Organismus unterschritten werden. Degenerative Erkrankungen des Skeletts und der inneren Organe, Stoffwechselkrankheiten und psychische Störungen sind die Folgen.
Dagegen gibt es eine wirksame Therapie: Mehr Bewegung! Zyklische Bewegungen im Bereich der allgemeinen aeroben Ausdauer trainieren Muskulatur, Stoffwechsel und Vitalfunktionen gleichermaßen. Aerob heißt, dass der eingeatmete Sauerstoff zur Energiegewinnung aus Kohlenhydraten und Fetten ausreicht. Sie fühlen sich danach frisch und erholt, bei etwas höherer Intensität angenehm müde und entspannt, niemals ausgepowert und erschöpft! Gönnen Sie sich fast täglich eine mindestens
40 - 60 minütige aerobe Ausdauerzeit! Sie steigern Grundumsatz und Fettverbrennung nachhaltig! Nur bei fieberhafter Erkältung dürfen Sie nicht trainieren.

Aus folgenden Sportarten können Sie sich ein abwechslungsreiches Ausdauermenü
zusammenstellen: Strammes Spazierengehen, Walking, Nordic Walking, Wandern, Bergwandern, langsamer Dauerlauf (Joggen), Nordic Running (Joggen mit Stockeinsatz), Radfahren, Mountainbiken, Fahrradergometer (Heimtrainer), Crosstrainer, Aquajogging, Aquacycling, Schwimmen, Rudern, Kanufahren, Inline-Skaten (Rollschuhfahren), Skiken (Rollskilauf im Skating-Stil), Skilanglaufen, Schlittschuhlaufen, Aerobic, Tanzen.

Wenn Sie lange keinen Sport getrieben haben, älter als 35 Jahre sind oder unter gesundheitlichen Beschwerden leiden, sollten Sie vor Trainingsbeginn ärztlichen Rat einholen.

Zu wenig Zeit für mehr Bewegung?

Dann denken Sie einen Augenblick über folgende “Zeit”-Fragen nach:
Wieviel Zeit verbringe ich vor meinem Fernsehgerät?
Wieviel Zeit verfahre ich in meinem Auto?
Wieviel Zeit will ich in einigen Jahren im Wartezimmer meiner Ärzte absitzen?

Gehen Sie lieber bewegteren Zeiten entgegen und schreiben Sie folgenden Satz:
“Zuerst laufe ich, dann läuft noch mein Fahrrad, danach erst mein Fernseher und ganz selten mein Auto!”

Johannes Ruf
Physiotherapieabteilung am HBK Singen

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