"Die Sorge um hilfsbedürftige und erkrankte Mitmenschen ist sowohl eine allgemeine humanitäre Verpflichtung als auch die originäre Aufgabe der Leistungserbringer im Gesundheitswesen. Die Erfüllung dieser Aufgabe ist an Normen geknüpft, insbesondere an medizinische Standards, juristische Regelwerke, allgemein anerkannte Wertvorstellungen sowie wirtschaftliche Ressourchen und Mechanismen.
Im Spannungsfeld zwischen den individuelle Wünschen und Forderungen der Patientinnen und Patienten, den medizinischen Erfordernissen und den jeweiligen ökonomischen Möglichkeiten entstehen ethische Konflikte für alle Beteiligten. Das "Komitee der Klinischen Ethik" (KKE) setzt sich zum Ziel, diese zu analysieren und zu überwinden oder zumindest abzuschwächen.
Das KKE ist ein unabhängiges Gremium, welches der Information, Beratung und Entscheidungshilfe aller Patientinnen / Patienten und aller Mitglieder der jeweiligen Behandlungsteams dient. Die Auseinandersetzung mit ethischen Fragestellungen bleibt allerdings letztendlich eine nicht-delegierbare Aufgabe aller Leistungserbringer im Gesundheitswesen."
Präambel der Satzung des Komitees der Klinischen Ethik
Das Komitee der Klinischen Ethik (KKE) wurde zum 1. Januar 2007 auf Initiative der Direktorien als Stabsstelle der Geschäftsführung der HBH-Kliniken eingerichtet. Ihm gehören Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter verschiedener Berufsgruppen aller Standorte an.Das KKE soll satzungsgemäß ein Forum für die Auseinandersetzung mit ethischen Fragestellungen sein, Leitlinien entwickeln und das Wirken der Arbeitskreise der Klinischen Ethik (AKE) an den einzelnen Standorten unterstützen. Die Mitglieder des KKE sind bei der Wahrnehmung ihrer Aufgaben unabhängig und nur ihrem Gewissen gegenüber verpflichtet. Die Geschäftsführung der HBH-Klniken unterstützt die Arbeit organisatorisch, administrativ sowie finanziell - eine Weisungsbefugnis gegenüber dem KKE bezüglich ethischer Fragestellungen besteht nicht.
Das KKE bezieht sowohl gegenüber den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern als auch gegenüber der Öffentlichkeit Stellung zu Themen ethischer Natur.
So werden beispielsweise Studien in Bezug auf ihre ethische Unbedenklichkeit beurteilt.
Bei sich wiederholenden ethischen Fragestellungen an den einzelnen Standorten des Konzerns kann das KKE auf Anfrage Leitlinien formulieren.
Das KKE führt Fort- und Weiterbildungsveranstaltungen in Zusammenarbeit mit dem Bildungszentrum für Gesundheitsberuf BZG zu ethischen Themen in Medizin und Pflege durch. Berufsgruppenübergreifend wenden sich Veranstaltungen dieser Art an alle interessierten Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Unternehmens sowie Externe.
In Zusammenarbeit mit den Arbeitskreisen der Klinischen Ethik AKE der einzelnen Standorte führt die Dokumentationsbeauftragte des KKE Schulungen für Moderatoren ethischer Fallbesprechungen durch.
An den jeweiligen Standorten des Unternehmens wird das Komitee der Klinischen Ethik (KKE) durch die Arbeitskreise der Klinischen Ethik (AKE) repräsentiert. Führung, Koordination sowie Unterstützung in jedweder Form sind hierbei die Aufgaben des KKE gegenüber den einzelnen AKE. Die Arbeitskreise der Klinischen Ethik arbeiten dabei stets autark.
Patienten, Angehörige, Mitarbeiter... können sich an das KKE wenden, wenn sie eine beratung zu ethischen Fragestellungen wünschen. Dazu stehen an den einzelnen Standorten speziell geschulte Mitglieder der jeweiligen AKE - bei akuten Anfragen auch kurzfristig - zur Verfügung. Ziel der klinischen Ethikberatung, welche zu den Kernaufgaben des KKE zählt, ist es, die Entscheidungsfindung von Patienten, Angehörigen, Pflegenden, Ärzten ... in schwierigen Situationen zu unterstützen.
Im Rahmen dieser ist das KKE neben der Verpflichtung Fort- und Weiterbildungen auszurichten, dazu angehalten, Fälle der klinischen Ethikberatung unter Wahrung der Schweigepflicht zu dokumentieren, anonym aufzuarbeiten und Interessierten zugänglich zu machen. Des weiteren trägt das KKE Verantwortung für die der Thematik entsprechenden Kapitel des Qualitätshandbuches. Die Arbeit der AKE an den jeweiligen Standorten des Unternehmens wird ebenfalls, beispielsweise durch Archivierung der Sitzungsprotokolle, dokumentiert. Seine, sowie die Arbeit der AKE dokumentiert das KKE am Ende eines Kalenderjahres durch die Erstellung eines Geschäftsberichtes.
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